Donnerstag, 13. Juni 2013

Einsam
Wieder ein schöner Tag und in der Bibliothek kommt man sich vor wie im Dampfbad.

Bin schon seit neun Uhr hier, relativ spät eigentlich, aber ich war gestern so K.O. Am Wochenende gehts dann schon wieder um sechs raus. Schon allein der Gedanke daran...bäh. Freue mich schon auf den Tag, an dem ich mal wieder ausschlafen kann.

Heute stand Informatik und Recht an der Tagesordnung. Zweiteres ist noch in Ordnung, aber Informatik ist einfach nicht meins. Manche Aufgaben sind ok, für andere wiederrum sollte man besser vorher schon Informatik studiert haben, um die zu lösen. Prof ist halt ein Drecksack, man kann es einfach nicht anders sagen. Baut Fallen ein wo es nur geht und macht das Bestehen fast unmöglich. Da meint man doch, es kommt das dran, was in der Vorlesung besprochen wurde, aber das sieht er wohl anders.

Nachher noch ein VWL Tutorium, dann gehe auch in heim. Nach 8 Stunden Lernerei und schönem Wetter darf ich doch mal Schluss machen.

Hoffentlich meldet sich das Gewissen nicht. Eigentlich muss ich noch so viel machen, aber der Tag hat leider nur 24h und etwas möchte ich dann auch noch gern vom Tag haben.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Alles, was ich hiermit bezwecke, ist der Versuch, die Last des Studiums von mir zu schreiben, wenn denn schon keiner zuhören will. Ich weiß nicht, ob das hier jemanden interessiert oder ob sich das jemand durchliest - ehrlich gesagt ist mir das auch scheißegal. Ich weiß nur, dass es viele von euch gibt. Leute, denen es einfach schlecht geht, aus welchen Gründen auch immer.

Meine Probleme mögen im Vergleich zu anderen Problemen, die Menschen so haben, geringfügiger sein. Aber ich betrachte nicht die Anderen. Zum ersten Mal in meinem Leben will ich nicht auf Andere Rücksicht nehmen. *Mein* Leben läuft gerade aus dem Ruder und es macht mich krank. Es macht mich so krank.

Schon seit eh und je wird einem eingebleut "Sei gut in der Schule und aus dir wird was werden!", oder so tolle Dinge wie "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg"; auch gut: "Wenn man will, schafft man alles."

Dreckslügen. Und zwar alle. Ihr macht euch kein Bild davon, wie sehr ich es wollte, wie sehr ich gearbeitet habe, wie sehr ich mein Leben aufgeben musste, wie eingeschränkt ich immer noch lebe - wie viel ich verloren habe.

Ich stehe am Rande des Abgrunds, so unsagbar kurz davor, die letzte Fassung zu verlieren und alles, was mich noch zusammenhält, ist Druck und Angst. Nur um am Ende wieder bestätigt zu werden, wie nutzlos und umsonst alles war. Ich danke. 

Ich bin neidisch auf die, denen alles so leicht fällt. Ich bewundere sie und frage mich selbst, warum ich nicht so sein kann. Warum ausgerechnet ich immer kämpfen muss. Ich bin müde Leute.

Ich will mein Leben zurück.